Transparenzverordnung 2017 - Alle Änderungen im Überblick

Neue Transparenzverordnung: Mehr Klarheit für Verbraucher bei Internet- und Handyverträgen

Transparenzverordnung 2017

Seit dem 1. Juni 2017 gilt die neue Transparenzverordnung. Diese hat eine wichtige Änderung bei den Verpflichtungen der Internet- und Handyanbieter gegenüber ihren Kunden gebracht: Von nun an gilt Transparenz auf ganzer Linie. Das bedeutet, dass Verbraucher beim Abschluss eines Handy-, Festnetz- oder Datentarifs eindeutig über die Bestimmungen informiert werden müssen.

Oftmals waren Verbraucher nach dem Abschluss eines Handyvertrags nicht umfassend über wichtige Informationen wie Kündigungsfristen, maximale und minimale Datengeschwindigkeit oder weitere relevante Vertragskonditionen aufgeklärt. Denn diese wurden meist versteckt in den AGB oder kleingedruckt gehalten. Die neue Transparenzverordnung schafft nun endlich mehr Klarheit für Kunden.

Transparenzverordnung fordert sichtbare Zurverfügungstellung der Vertragsdetails

In einem übersichtlichen Formblatt müssen die Anbieter ab sofort ihren Kunden sämtliche Vertragsdetails auflisten. Somit kommt es weder zu Verwirrungen noch Ärgernissen. Zuvor wiesen Anbieter vor allem auf die Vorteile ihrer Verträge hin ohne dabei auf die gesamten Fakten des jeweiligen Tarifs einzugehen. So wurde beispielsweise mit kleinen Beiträgen zu guten Konditionen geworben ohne gleichzeitig darauf hinzuweisen, dass z. B. die Datengeschwindigkeit nach dem Erreichen einer festgelegten Drosselungsgrenze stark reduziert wird. Diese und weitere ähnliche Informationen konnten Verbraucher vorher lediglich in den AGB nachlesen. Somit kam die Erkenntnis erst viel später.

Verbraucher können jetzt sämtliche Konditionen und tatsächliche Leistungen prüfen

Die Bundesnetzagentur hat die verbraucherfreundlichen Leitlinien, die mit der Transparenzverordnung ab Juni 2017 für den Abschluss neuer Mobil- und Festnetzverträge vorgeschrieben sind, schon in 2016 festgelegt. Demnach müssen Kunden, die einen neuen Vertrag abschließen, eine Auflistung mit allen wichtigen Rahmenbedingungen ihres Vertrags erhalten.

Folgende Punkte gehören in die Übersicht:

  • Alle Preisangaben des Tarifs
  • Die minimale, maximale sowie die übliche Datenübertragungsrate für Down- und Upload
  • Seit wann das Angebot auf dem Markt ist
  • Bei welcher Grenze die Datendrosselung erfolgt
  • Alle Dienste, die nicht in das Datenvolumen eingerechnet werden
  • Der Zeitpunkt einer eventuell automatischen Verlängerung des Vertrags sowie die Kündigungsfrist

Hierdurch kann der Verbraucher selbst schnell überprüfen, ob die ihm versprochenen Leistungen tatsächlich erfüllt werden. Zusätzlich kann eine individuelle Auswahl des Tarifs wesentlich schneller erfolgen.

In einer weiteren Transparenzverordnung sollen diese Regelungen zukünftig auf bestehende Verträge ausgeweitet werden. Ab Dezember 2017 werden Bestandskunden dann auf jeder ihrer Rechnungen eine klare Übersicht der Vertragsdetails vorfinden.

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