Kündigung in Schriftform: Was bedeutet das genau?

Immer die richtige Kündigung verschicken

richtige Kündigungsform

Mit einer Kündigung beabsichtigt der Absender die Beendigung eines Vertrages, d. h. eines Dauerschuldverhältnisses wie z. B. ein Mobilfunkvertrag, die Mitgliedschaft in einem Fitnessstudio oder die Haftpflichtversicherung. Dieser Prozess kann manchmal mehr Fragen aufwerfen, als es für den Moment Antworten gibt. In genau diesen unterstützen wir dich und stellen dir Kündigungsvorlagen sowie Adressen der Anbieter bereit. Soweit, so gut.

Dann gibt es aber auch noch die verschiedenen Kündigungsformen und drei Varianten – Fax, Brief, Einschreiben – für das Versenden der Kündigung. Bei der Entscheidung sollte mehr als das Finanzielle eine Rolle spielen. Daher haben wir einen kurzen Kündigungs-Leitfaden erstellt, der dem einen oder anderen als Entscheidungshilfe dienen mag.

Deine Optionen für eine Kündigung

Wenn von der Kündigungsform gesprochen wird, sind meistens die folgenden 3 Formen gemeint: Die Schriftform, die elektronische Form und die Textform. Welche aber ist im Einzelfall die Richtige? Als Faustregel kann folgender Grundsatz gelten:

So wie du den Vertrag abgeschlossen hast, so kannst du ihn auch kündigen.

Dies bedeutet: War für den Abschluss des Vertrages keine handschriftliche Unterschrift nötig, dann ist sie es auch für die Kündigung nicht. Hast du also deinen Vertrag online abgeschlossen, kannst du ihn in der Regel auch online wieder kündigen.

Ein Blick in den Vertrag oder die jeweiligen AGB des Anbieters schafft letztlich absolute Sicherheit. Verlangt ein Anbieter die Schriftform, muss dies explizit im Vertrag oder den AGB genannt werden. Ist dies nicht der Fall, genügt die elektronische Form. Wenn nur die Textform notwendig ist, kann selbstverständlich auch eine formalere Form für die Kündigung (Schrift- oder elektronische Form) gewählt werden – nicht aber umgekehrt.

Zudem ist es wichtig, den Unterschied zwischen der Schriftform und der häufig geforderten schriftlichen Kündigung zu kennen. So muss der Anbieter auch eine Kündigung in elektronischer Form anerkennen, wenn er das Einreichen einer schriftlichen Kündigung fordert. Aus Erfahrung können wir sagen, dass nahezu alle Anbieter eine Kündigung in elektronischer Form akzeptieren – wie immer gilt aber natürlich: Ausnahmen bestätigen die Regel.

Darüber hinaus sollten bei der Wahl der Kündigungsform noch die beiden Aspekte Geschwindigkeit und Nachweisbarkeit der Zustellung berücksichtigt werden. Auf Grundlage dieser Prämissen und der rechtlichen Anforderungen für die verschiedenen Kündigungsformen ergeben sich die nachstehenden Möglichkeiten für die Kündigung:

E-Mail Fax Brief Einschreiben
Kündigungsform Textform Elektronische Kündigung
Textform
Schriftform
Elektronische Kündigung
Textform
Schriftform
Elektronische Kündigung
Textform
Geschwindigkeit Schnell Schnell Mittel Mittel
Nachweisbarkeit (des Empfanges) Nein Ja Eingeschränkt Ja

Beispiele als Orientierungshilfe

Es sollte nun eindeutig sein, in welchem Fall welche Kündigungsform gewählt werden sollte bzw. kann. Die nachstehenden Beispiele sollen das Ganze noch ein wenig konkreter:

Beispiel 1: Du schließt im Internet ein Zeitungs-Abo durch das Drücken des Kaufen-Buttons ab. Da im Rahmen des Vertragsabschlusses keine Unterschrift notwendig war, darf der Anbieter keine Kündigung in Schriftform fordern – elektronische Kündigungen müssen von diesem akzeptiert werden.

Beispiel 2: Der Mobilfunkanbieter bietet dir per SMS an, für zusätzliche 5€ pro Monat dein Surfvolumen um 500 MB zu erhöhen. Notwendig sei dafür lediglich eine Antwort-SMS mit einem ‚Ja‘ . Eine Kündigung dieses Zusatzpakets per SMS dürfte er nicht ablehnen.

Beispiel 3: In einem Geschäft wurde mit der eigenen Unterschrift ein Handyvertrag abgeschlossen. Wenn es in diesem Vertrag nicht explizit anders formuliert steht, ist in diesem Fall eine handschriftliche Unterschrift für die Kündigung notwendig und daher die Schriftform unabdingbar.

volders.de für deine Kündigung nutzen

Da nur die wenigsten Anbieter in ihren Verträgen die Schriftform verlangen und viele Verträge online ohne Unterschrift abgeschlossen werden, können wir euch bei der Abwicklung eurer Kündigungen mit unseren rechtsgeprüften Vorlagen helfen und sie in eurem Auftrag per Fax, Brief oder Einschreiben verschicken. Wir stellen euch diese drei Versandarten zur Wahl, da nicht alle Anbieter eine Fax-Nummer bereitstellen bzw., wie im Fall der Telekom, ihre Fax-Geräte abstellen. Außerdem hat sich im Laufe der Zeit bei einigen Anbietern gezeigt, dass eine Kündigung per Brief oder Einschreiben empfehlenswerter ist als per Fax.

Bild: © maria_a / Photocase.com
aktualisiert am 03.09.2015

Weiterempfehlen